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Mundhöhle & Kehlkopf

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Mundhöhlen- & Kehlkopfkrebs-Lösung

 

Symptome

Leukoplakien, Entzündungen in Mundhöhle und/oder Kehlkopf.

Probenentnahme

Zellabstrich unter Verwendung einer Bürste.

Weiterführende Information zu oralen Leukoplakien

Definition

Mit dem klinisch-deskriptiven Begriff „Leukoplakie“ wird ein weißer, nicht abwischbarer Schleimhautfleck bezeichnet. Nach der Definition der WHO (1973) ist eine Leukoplakie ein weißer Fleck oder Plaque, der weder klinisch noch pathologisch einem bestimmten Krankheitsbild zuzuordnen ist.
Es handelt sich um eine reizunspezifische, aber gewebespezifische Reaktion der Schleimhaut mit vermehrter oder abnormer Verhornung, die viele Ursachen haben und zu vielen Krankheiten gehören kann. Sie ist bei einem Teil der Patienten eine Präkanzerose und kann in ein invasives Mundschleimhatkarzinom (spinozellulläres Karzinom oder das sehr seltene verrukösen Karzinom) übergehen.

Epidemiologie

Weltweit sind erhebliche Unterschiede in der Häufigkeit vorhanden. Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren sind bevorzugt betroffen. In einer deutschen Studie wurden bei 4000 Ambulanzpatienten 3,1% orale Leukoplakien, mit höherer Prävalenz bei Männern (4,3% männlich:1,9% weiblich) gefunden. Unter den 123 Leukoplakien waren 7 Präkanzerosen und 6 Frühkarzinome festzustellen (insgesamt nahezu 11%!).
Ein jährlich Transformationsrate von < 3% wird für die Leukoplakie berichtet.
Deshalb stellt die frühe Diagnose der Leukoplakie eine wirksame Prävention für das Mundschleimhautkarzinom dar.

Das Karzinom der Mundschleimhaut ist die häufigste Krebsform im Kopf-Hals-Bereich. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 10.000 Personen (Altersspitze zwischen 55 und 65 Jahren). Männer sind dabei 3-mal häufiger betroffen als Frauen. Die Mortalität des Schleimhautkarzinoms ist hoch. Die mittlere relative 5 Jahre Überlebensrate liegt unter 50% und konnte trotz einiger Fortschritte in der Therapie in den letzten 2 Jahrzehnten nicht entscheidend verbessert werden. Das liegt vor allem daran, dass zwei Drittel der Fälle in fortgeschrittenen Stadien, häufig mit Lymphknotenmetastasen, diagnostiziert werden. Eine frühere Erkennung in einem Stadium, wo die Neoplasie noch nicht invasiv ist und damit intraepithelial vorliegt, würde die Prognose erheblich verbessern.

Die orale Leukoplakie ist die häufigste orale intraepitheliale Neoplasie (OIN).
Sie wird als eine Präkanzerose des Mundschleimhautkarzinoms angesehen.
Ihr Grad der Dysplasie ist maßgebend für die Maligniät und Prognose.

Lokalisation

Für die Lokalisation gibt es sogenannte High-Risk-Zonen, auf die besonders zu achten wäre: der Mundboden, laterale Abschnitte der Zunge, die Unterlippe (höchstes Dysplasie-Potential), die Wangenschleimhaut und der weiche Gaumen.

Mundschleimhautkarzinome neigen dazu, nur langsam Tochtergeschwülste zu bilden. Eine Ausnahme ist das Spinaliom der Zunge, das auch Zungenkarzinom genannt wird. Es bildet schnell Tochtergeschwülste in den Lymphknoten des Halses. Als Ursache für die Entstehung werden hier chronische Entzündungen und narbige Veränderungen im Bereich der Zunge angenommen. Besondere Prädiktionsstellen sind der Zungenrand und die Zungenspitze, auf welche aufmerksam geachtet werden muss.

Abstrich mit Bürste